1970

Das St. Georgs-PWK 1970 am 26.4.70
Es wurde in Maria Enzersdorf abgehalten. Die Organisation war bewundernswert, wie sie klappte lässt sich aus dem Zeitplan ersehen:
Treffpunkt 1/2 9h, Kornettenbesprechung 9h, Mittagspause bis 11h, Messe bis ? Beginn des PWK um 13h
Wir fingen bei einem Hinderniss an dass uns vor das Problem des Fahrplanlesens stellte. Schwierigkeit: Es waren 3 Patrullen gleichzeitig zu bewältigen da (--> Organisation) zu wenig Hindernisse waren. Beim Hinderniss "Radreparieren" wurden uns nicht nur die Disziplinpunkte abgezogen sondern auch Arbeitspunkte wegen "mangelnder Mitarbeit". Unter anderem waren folgende Hindernisse zu bewältigen: Geheimschrift, Geruchskim (war auch Rum dabei), Geschicklichkeit (da schnitten wir nicht sehr gut ab) und Botanik, wo wir, Dank der guten Kenntnisse von Berti einige Punkte gewinnen konnten. Der letzte Punkt war - Singen. Wir sangen "Wir ziehen über die Strassen". Es muss fürchterlich geklungen haben. Wir wurden Sechste, es waren aber nur 8 Späherpatrullen da. Logbuch Adler, Erik Hörbe

Ein Heimabend mit den Brunner Pfadfindern am 9.5.70
Es wurde in Maria Enzersdorf abgehalten. Die Organisation war bewundernswert, wie sie klappte lässt sich aus dem Zeitplan ersehen:
Treffpunkt 17h, Spielbeginn: 18:30h, Ende 20h
Wir sahen auch noch zwei Filme von den Pfadfindern mit dem Titel: "Unternehmen Eisvogel". Beide Filme waren sehr schön, es war auch noch ein Lagerfeuer vorgesehen doch es war leider zu spät. Logbuch Adler, ??

Der Ausflug auf den Semmering im Mai 1970
am 7.5.1970: Es war als Patrullenausflug gedacht, wir fuhren aber mit den Fuchsenzusammen. Von unserer Patrulle fuhren mit: Berti, Günther und ich. Mit der Bahn fuhren wir nach Semmering, von wo wir nach Maria Schutz gingen. Ein Sessellift brachte uns auf den Sonnwendstein hinauf, wo wir die erste Jausenpause einschalteten (Ich aß schon am Lift). Nach einiger Zeit schmerzten mir meine Füße, da ich Schuhe angezogen hatte, die mir zu klein waren. Die nächste Pause legten wir kurz vor der Hirschenkogelhütte ein (vielleicht heisst sie auch anders). Dann gingen wir zur Hütte: Peter ging mit ein paar Leuten wild, ich ging aber auf dem Weg (wo für Peter angeblich zuviel Schnee lag, der aber fest war, sodaß man nicht einbrach). Als Peter zur Hütte kam, glitt er aus. Die Folge: er war nicht nur nass, sondern auch schmutzig (ich war trocken). In der Hütte wurde die Hauptrast gehalten, dann gingen wir hinunter. Zuerst über den Weg, dann über die Wiese. Unsere Schuhe wurden sehr nass, unsere Hosen auch (weil wir ausrutschten). Unten restaurierten wir uns. Ich musste meine Schuhe ausziehen, weil es schon fast unerträglich drinnen war. Dann fuhren wir wieder nach Hause. Logbuch Adler, Erik (Hörbe)

Das nächste Pfadijahr war ähnlich wie das erste. Das Pfingstlager 1970 war ein grosses PWK in Wiener Neustadt. Keine weiteren Erinnerungen, ausser dass mir der Gerhard Langer, ein Brunner Kornett, auffiel, weil er so sehr gelobt wurde.
Wir fuhren am 16.5. mit den Autos von Maria Enzersdorf weg. Wir wussten nicht genau, ob wir fahren sollten, da das Wetter nicht sehr rosig aussah. Schliesslich fällten wir die Entscheidung, doch zu fahren. Als wir im Park der Militärakademie ankamen waren wir unter den Ersten.
Auf einem Fragebogen strich ich alle freiwilligen Arbeiten durch, was mir nicht die Gunst der Lagerleitung einbrachte.
Am ersten Tag gingen wir, nachdem wir die Zelte aufgestellt hatten, in der Stadt spazieren. Am Abend gab es einen Lauf, der jedoch wegen Regens vorzeitig abgebrochen wurde. Wir hatten den 15. Platz.
Am nächsten Tag gab es einen tollen Umzug, der mich aber nicht sehr begeistern konnte. Das am Nachmittag stattfindende PWK brachte uns den 20. Platz ein, obwohl ich etwas schlimmeres erwartet hatte. Bei bzw. vor der Siegerehrung gab es einen kleinen Zwischenfall der mir noch nachträglich viel Mißgunst eingebracht hatte. Obwohl wir die Zelte noch stehen hatten, bestand der Lagerchef darauf, dass wir noch vor der Siegerehrung abbauen. Dadurch entstand eine kleine Verzögerung. Sonst war das Lager im Allgemeinen nicht schlecht, und ich glaube, dass es allen gefallen hat. Logbuch Adler, Erik (Hörbe)

Das Sommerlager wurde mein erstes Auslandslager. Wir fuhren auf das Seepfadfinderlager SÖ-70 nach Langeland / Dänemark. Hier lernten wir mit/von den dänischen Pfadis wie man richtig segelt.
Auf diesem Lager sah ich die erste Lagerfeuerdecke meines Lebens! Es dauerte zwar dann noch viele Jahre bis ich meine Eigene bekam, aber es war ein Traum. Wir machten Ausflüge nach Rudköbing und Kopenhagen, vernichteten Hornissennester und verweigerten Hagi das Singen. Den Abschluss des Lagers bildete die Gastfreundschaft in Kopenhagen, wo wir in einem Seepfadfinderheim in der Stubelobsgaade (im Hafenviertel) hausten. Von hier habe ich meine Liebe zu Kopenhagen.
Adler-Logbuchbericht: Wir fuhren um 9 Uhr am Westbahnhof weg. Wir waren 2 Patrullen a. 4 Teilnehmer (Adler: Erik Hörbe, Jürgen Berger, Berti, Hardi (Gerhard Smetana); Fuchsen: Peter Huber, Hahn Hermann und Franz, Klausi Stanek), plus 2 Führer (Hagi Müller und Franz Skarka), macht 10 Mann. Die Fahrt war nicht sehr unterhaltsam aber erträglich, denn wir hatten Liegewagen. Das erste Mal stiegen wir in Hamburg um (2 h Stadtbesichtigung bei Regen), dann kamen wir, nachdem wir ich glaube 4x umgestiegen waren, müde in der Nacht im Lager an. Erik H.
Die Erste Nacht schliefen wir in einem Armeezelt. Am nächsten Morgen schauten wir uns erst einmal um. Die ersten Zelte standen ungefähr 50m vom Meer entfernt. Dann nahmen wir unsere Sachen auf und gingen auf den uns angewiesenen Lagerplatz. Der erste Tag ging auf in Holzholen, Kochstelle bauen und Zelte aufstellen. Die erste Mahlzeit war kalt und bestand aus belegten Broten und Tomaten. Am Abend fielen alle müde auf ihre Luftmatratzen. Am nächsten Tag kam unser Gasttrupp. Um 10 Uhr war Lagereröffnung und Flaggenparade. Am Abend war ein Lagerfeuer. Am Abend mussten wir um 22h im Zelt sein. Aber das wurde nie eingehalten. In der Mittagspause gingen die meisten baden, das Wasser warm und sehr seicht, man musste eine Stunde waten bis man keinen Grund mehr unter den Füssen hatte. Wir segelten mit unserem Gasttrupp nach Rudköping. Dort war ein schöner Umzug, eine Begrüßung und ein Fußballmatch, bei welchem Franz mitspielte. Im Lagergebiet gab es einen Kramboden, in welchem es Kekse und Abzeichen etc. gab. Man konnte auch Eis und Getränke kaufen. In den nächsten Tagen fuhren wir nach Marstal, einer Inselstadt, welche wir besichtigten. Wir fuhren mit unserem dänischen Gasttrupp dorthin. Bei der Rückfahrt wurden wir von einem Motorboot in Schlepp genommen welches uns in das Lager brachte. Die Boote lagen an einem Steg in der Nähe des Lagers. Für die Älteren in der Gruppe war ein Nachtsegelkurs vorgesehen. Langsam rückte das Ende des Lagers heran. Die Dänen waren bereits nach Kopenhagen abgefahren. Am letzten Tag war nocheinmal ein Lagerfeuer. Am nächsten Tag bauten wir die Zelte ab und packten unsere Koffer. Dann begaben wir unszum Lagertor, wo wir nach 1 h Wartezeit von Taxis, welche uns zum Busbahnhof brachten, abgeholt. Hardi (Gerhard Smetana)
Wir fuhren mit dem Zug direkt bis nach Kopenhagen. Wir wurden von einem VW-Bus in die Stubelobsgaade gebracht. Wir hatten es uns alle anders vorgestellt. Nachdem wir die Zimmereinteilung gemacht hatten, räumten wir sie auf. Es war Abend geworden, als wir endlich alles gemütlich gemacht hatten. Das Haus lag mitten im Hafenviertel. Es lagen unzählige Schiffe dort vor Anker. Am Abend erhielten wir Anweisungen, was wir am nächstenTag zu tun hätten. Wir würden uns früh waschen, dann Aufräumen und schließlich essen. Dann würden wir mit dem Zug nach Kopenhagen Stadtmitte fahren und den Tivoli besuchen. Am nächsten Tag beeilten wir uns sehr und waren bald im Tivoli. Der Tivoli ist viel kleiner als der Wiener Prater. Es sind dort unzählige Spielhallen und Andenkenläden. Wir fuhren mit der Hochschaubahn, gingen ins "Lustige Haus" und schlenderten durch den kleinen Park. Mittags a?en wir meistens "Hot Dogs". Dann spazierten wir durch die Geschäftsstrasse von Kopenhagen (Stroget). Am Abend fuhren wir wieder zu unserem neuen Heim zurück. Die kommenden Tage machten wir es ähnlic. Wir gingen aber nicht in den Tivoli, sondern in Kopenhagen spazieren. Wir besuchten Andenkenläden, die Meerjungfrau, das Rathaus und den Tivoli bei Nacht. Einmal besuchten wir Klampenborg, wo auch ein Vergnügungspark steht. Dort gewann ich auf einem Spielautomaten viele Spielmünzen. Dort fuhren wir mit einer erstklassigen Hochschaubahn. Viel zu schnell vergingen die Tage in Kopenhagen. Am Tag vor unserer Abreise besuchten wir Amalienborg, um die Wachablöse zu sehen. Am nächsten Tag packten wir unsere Rucksäcke und Reisetaschen und fuhren mit Taxis zur Bahnstation. Von dort mit dem Zug nach Kopenhagen. Dort mussten wir warten, dann fuhren wir mit einem anderen Zug weiter. Der Zug wurde einmal auf die Fähre "Deutschland" verladen, von dort ging es weiter über Hamburg nach Wien Westbahnhof. Dort wurden die meisten von ihren Eltern abgeholt. Es war ein schönes Sommerlager. Berti

Im Herbst 70 übernahm Siggi Sprosec nach der Rückkehr vom Bundesheer die jüngeren Pfadis. Franz Skarka und Petzi Huber waren seine Assistenten. Hagi übernahm die älteren Pfadis. Mit diesem Wechsel wurden Klausi Stanek (Fuchsen) und ich (Adler) Kornetten.