1983

Ich wurde im Jänner provisorischer Gruppenführer

Das Iglu-Unternehmen 1983 am Schöpfl

St.-Georgs-PWK in Laxenburg vom 16.-17.4.1983
Bericht der Fuchsen: Am 17. April trafen sich die Pfadfinder am Parkplatz Liechtenstein um wieder einmal ein PWK zu veranstalten. Unsere Patrulle war sehr geschwächt angetreten deshalb erwarteten wir den letzten Platz. Erste Station war „Morsen und Geheimschrift“. Alles ging glatt bis auf die 2. Verschlüsselung der geheimschrift, die wir übersahen. Nächstes war „Pionier“, wo wir einen Unterstand bauen sollten. Wir schnitten hervorragend ab. Als nächstes kam „Kim“ an die Reihe, da wir ein schlechtes Gedächtnis hatte , wie in der Schule, schnitten wir schlecht ab. Denn Bilder und Musik zugleich und später noch Radiosendungen, das war einfach zuviel. „Erste Hilfe“ war einer unserer Geheimtips. Wir machten alles so gut es ging, aber trotzdem wenig Punkte. „Theater“ spielen war unser Schrecklichstes, einer musste sich schminken! Es wurde geknobelt – Günther Ball – Uff! Trotz eines Rollenfehlers und einer Tüte Äpfel, die in den Baum geschmissen wurde, bekamen wir noch die Hälfte der Punkte. „Biologie“ war mittelmäßig. Die Vögel wussten wir, aber die Blätter waren so schwierig – Wahnsinn! Dann bekamen wir einen Zettel mit einer Marscherklärung. Wir verirrten uns aberund kamen zu spät bei „Karte Kompaß“ an, wo wir nur 5 Punkte machten. Sport war unsere stärkste Disziplin, wo wir das Rudern gewannen und Fußball 2. wurden. – Ende – Die Preisverteilung war spannend: Letzter: Fuchsen – Perchtoldsdorf, Vorletzter – Fuchs – uff – es waren nicht wir. Zu Schluss wurden wir von 50 Mannschaften 33igste. Ein gutes Ergebnis. Unser Kornett Christoph Hubatsch spendierte uns noch ein Eis, dann fuhren wir mit seiner Mutter zurück und freuten uns über den guten Platz. (Sascha Mieth – Logbuch der Fuchsen)
Bericht der Leoparden: Das Sankt Georgs-PWK 1983 in Laxenburg
Am 17. April 1983 trafen wir um 7 Uhr in Laxenburg bei Schönwetter ein. Von 7:15 – 7:45 konnten wir uns anmelden. Gott sei Dank kam gerade noch rechtzeitig Steve alias Sigi, denn um 8 Uhr begann für alle gleichzeitig die 1. Station (S+G) nämlich Signalisieren und Geheimschrift. Patrick sagte mir so laut an, dass die Wölfe gleich mitschrieben! Die Geheimschrift entpuppte sich als Aufzählung von Tieren und deren Anfangsbuchstaben ergaben einen Ausspruch BiPi's. (siehe unten) BILD TIERLEXIKON
Dann liefen wir los zur Station 6 Schauspielerei. Dort bemerkten wir, dass die Wölfe mit uns parallel liefen. Bei dieser Station verunstalteten wir das Stück „Falstaff“, bemalten Patrick bis zur Unkenntlichkeit und brachten die Führer zum Lachen: Sigi stürzte sich mit einer halben Hechtrolle gekünstelt in den Tod, nachdem seine Freundin geraubt wurde. Warum wir nur 23 Punkte bekamen war uns unklar. THEATERTEXT
Von Schauspielerei aus gingen wir weiter zur Station Naturkunde, die rein lächerlich war. Gleich neben dieser Station befand sich der Startpunkt von Karte Kompass. Dort erhielten wir einen Zettel den Michi (Pezi) als Weg-gehen-Zettel-mit-Kompassanweisung definierte. Bei Station 1 Karte & Kompass angekommen mussten wir unseren Standort (was uns nicht gelang) und den Standort eines Beobachters festlegen. 200m davon entfernt lag die Station Sport, bei der wir zuerst nicht wussten, dass alles auf Zeit ging. Als erstes hatten wir eine Insel zu umrudern, wobei die Wölfe Sigis Hand mit dem Kiel halb zerquetschten!? Als nächstes mussten wir einen Plastikball um Klopapierrollen bugsieren. Nach dieser Station hielten wir Mittagspause. Gleich darauf mussten wir uns der Station Pionier stellen, bei der wir die volle Punkteanzahl erreichten, bevor wir überhaupt den Unterstand fertig aufgebaut hatten. Von dort ging es weiter zu 4 Kim, wo man uns Dias zeigte und Melodien vorspielte. Nur weil eine Patrulle schimpfte, zog man allen einen Disziplinpunkt ab! Bei dieser Station lagen die Wölfe und wir Kopf an Kopf, doch bei Station 5 I. Hilfe entschied sich das Schicksal gegen uns…. Bei dieser Station konnten die Führer nicht rechnen , denn sie dachten 8+5=12 in Wirklichkeit aber 13. Somit lagen wir später nicht auf dem 12. sondern auf dem 8. Platz (leider hinter den Wölfen) (Schurli, Logbuch der Leoparden)
URKUNDE

Das GuSp-Pfingstlager 1983 "Aktion Dlog" am Schöpfl (893m hoch)
Das Unternehmen lief unter dem Namen DLOG was soviel wie Gold bedeutet. Um 9 Uhr ging's los in Richtung Schöpfl. Am Fuße angekommen, zogen Franzi, Katzi und ich Karins Wagerl (zum Wasserholen) hinauf. Auf dem Gipfel warteten wir auf Bertis Bus (und unsere Rucksäcke). Als er endlich angeschnauft kam hatte er unsere Rucksäcke NICHT dabei! Franzi, Sigi und ich rannten los um sie zu holen. Als wir unsere Rucksäcke fast oben hatten, kam Berti gerade mit dem Bus mit den restlichen Rucksäcken. Dann begannen wir mit dem Aufbau. Zuerst sah es aus, als wären die Mädchen schneller als wir, doch dann fiel den Königsadlern auf, dass ihre Zelte zu weit auseinander standen, d.h. das Vorzelt passte nicht dazwischen. So mussten sie ein Zelt noch einmal aufbauen. Als sie fertig waren, bemerkten sie, dass die Stangen für das Vorzelt keine Spitzen hatten. Deshalb borgte ihnen Gröbi eine Stange, und ich konstruierte eine Notkonstruktion, welche an chinesische Bauten erinnert. Als die Zelte großteils aufgestellt waren, begannen wir mit dem Kochstellenbau. Da die Arbeit bei den Mädchen nicht sehr voranging, musste ich ihnen notgedrungen helfen! Und so sahen die Kochstellen aus:
GRAFIK KOCHSTELLE
Kaum waren wir fertig, ging's schon los. Wir bekamen eine Morsemeldung, die uns zur Quelle schickte, um 3 Goldgräber zu belauschen. Wir rannten hinab und erfuhren, dass bei der „Steinernen Bank“ eine Anweisung liegt, wo der Schatz sei. Diese lautet: „Zwischen den bekreuzten Bäumen werdet ihr sie finden!“ Die Suche begann. Sabine rutschte aus und hatte ein Goldstück damit gefunden. Die restlichen 3 Stück brachte Oliver ins Lager. Nachdem wir uns im Lager eingefunden hatten, zündeten wir ein Lagerfeuer an und hielten eine Versprechensfeier. Franzi erhielt Spezialabzeichen Haushalt, Hupfi Erste Hilfe und zu guter letzt erhielt ich Schauspielen. Danach war Nachtruhe.
Am Sonntagmorgen wurde Goldgräber-Aerobic mit z.B. Graben, Auswaschen, Schürfen, und ähnlichen veranstaltet. Da Kathi und Sabine sich davon fernhielten mussten sie zur Strafe Wasser holen. Als sie nach einer halben Stunde noch nicht zurück waren, schickte mich und Sigi, Katzi um nachzusehen was los sei. Als wir unten waren, sahen wir beide unten auf der Bank warten. Als die Kanister voll waren, durften wir, also nicht Sabine und Kathi, den Wagen hinaufziehen, da sie sich für zu schwach hielten!!! Gleich darauf wurden den Unterlagern jeweils 1 Kompass, eine Karte und eine Geheimschrift überreicht. Die Geheimschrift wies uns an „den kleinen unscheinbaren Waldläuferzeichen“ zu folgen. Wir rannten los, und was fanden wir: Bodenzeichen, welche 4m lang waren, also überdurchschnittlich groß. Wir folgten also diesen Zeichen, und kamen zirka 500m vor Ende der Waldstrasse an ein verlassenes Bauernhaus, wo wir eine Geheimschrift und 10 Goldstücke fanden. Gabi und ich kam mit meinem Trupp gleichzeitig an: Babsi hatte 6 und Sigi nur 4 Goldstücke geborgen! Die Geheimschrift hätte uns anweisen sollen, dass wir 2 auf der Karte angegebene Punkte anlaufen sollten, und die dort angegebene Gradzahl zu suchen. Schneidet man diese 2 Linien ergeben sie den Punkt wo die 10 Goldstücke liegen. Wir mussten aber zum Mittagessen zurück und fingen deshalb erst nachher mit der Suche an. Patrick folgte uns, entdeckte aber nicht die Gradzahl von 248° sondern verirrte sich leicht. Gernot und ich hatten schon vorher bei der Sternwarte eine Gradzahl gefunden und zwar 356°. Als wir die 2 Linien kreuzten, fanden wir das Marterl unterhalb des Lagerplatzes. Dort gruben wir in Seelenruhe die zehn Goldstücke aus und gingen zum Lager zurück. Kurz darauf bekamen wir eine Geheimschrift, welche uns eine Spur bei der Quelle verfolgen hieß. Auf dem Weg zur Quelle trafen wir Gabis Trupp auf dem Heimweg. Oliver hatte schon enormen Vorsprung, doch dieser nützte ihm nichts. Gabi holte uns ein und Pezi erzählte uns von Sam Aurum, dass dieser Gold versteckt hätte. Am Grab von Sam fanden wir ein Testament, das uns den Weg zum Schatz erklärte. Berti war bei uns, und erklärte uns, dass darin eine Missweisung enthalten war. D.h. Oliver ging in Richtung Sternwarte während wir in die andere Richtung gingen. Als wir bei der großen „Baumbuche“ ankamen, fanden wir nur 4 Goldstücke, während die Mädchen 16 Stück fanden! Oliver bekam als Trost 1 Goldstück. Als wir die 4 Goldstücke zu den restlichen 14 in unsere Patrullenkiste geben wollten, bemerkten wir, dass diese jemand gestohlen hatte! Meine Nachforschungen ergaben, dass Gröbi der Täter sein musste. Nach dem Abendessen hielten wir noch ein kleines Lagerfeuer und gingen dann „zu Schlafsack“. Ich bemühte mich wachzuhalten, da ich ahnte, dass uns jemand einen Streich spielen wollte. Kurz nach Mitternacht hörte ich viele Leute an mein Zelt anschleichen. „In diesem Zelt is da Schurli, kummts, des bau ma oh!“ hörte ich Katzi sagen. „Alarm“ schrie er als uns die Explorer schon aus den Zelten schleiften. Sie leerten meinen Rucksack aus und fanden schließlich die 4 Goldnuggets in der Patrullenkiste. Das Machten sie mit jedem Zelt. Dann saßen die Explorer beim Lagerfeuer (auch Kathi und Sabine welche Nachtwache hatten!) Sigi, Christoffer, Franzi und ich schlichen zum KöA Zelt und bauten es ab. Gleich darauf erschienen Kathi, Sabine und die Explorer und bauten unser Zelt ab. So beschlossen wir, die Nacht im Freien zu verbringen, da man im Zelt nicht mehr schlafen konnte. Dann hatten Gabi und Babsi Nachtwache und fragten uns, ob sie Berti wecken sollten, dass ein Gewitter kommt. Wir bejahten dieses, denn in diesem Augenblick begann es auch schon zu Schütten wie mit Schaffeln. Wir bauten unser Zelt in Windeseile auf und gingen „zu Schlafsack“. Morgens tobte ein Gewitter und wir übersiedelten in die Hütte, wo wir frühstückten. Dann bauten wir die Zelte ab und aßen Mittag. Nach dem Mittagessen fuhren Berti, Sigi und ich mit den Rucksäcken zu Tal. Berti gab uns den Auftrag, sie zu bewachen. Als Berti wieder hinauffuhr um den Rest zu holen, kam ein deutscher Audi mit Ausländern, die am Schöpfl wandern wollten. Da diese schlecht standen, schickte ich Sigi hinunter, um sie zu bitten, sich zur Seite zu stellen. Als die Ausländer spazieren waren, kamen ein schwarzer Porsche und ein weißer Mini und ließen dem Audi die Luft aus. Wir nahmen an dass es sich bei dem Geräusch um einen Spray handelte, und so schauten wir nicht extra nach. Als die Ausländer zurückkamen beschuldigten sie mich, die Luft ausgelassen zu haben! Doch da kam Berti in letzter Sekunde, denn die Türken wollten mich zur Polizei schleppen. Berti pumpte ihnen die Reifen auf uns kassierte 200 S. Gleich darauf kamen alle Eltern und holten sich ihre Rucksäcke ab. Alles in Allem, ein normales PFILA'83. (Schurli, Logbuch der Leoparden)
LAGEPLAN DES ZELTPLATZES

Das GuSp-Sommerlager 1983 "Die große Überfahrt/ The great Crossing ´83" in Hesley Wood/England, Hostgruppe: Conisborough
"The great Crossing ´83"war das Motto unserer 3. Englandreise, das erste Mal mit Reisebus (!) ... und unserem "Toni"... und das erste Lager gemeinsam mit den Conisborough Scouts ! ! !
Am 3.7.83 um 3 Uhr morgens waren wir zur Abfahrt bereit. Der Reisebus war fast zu klein für unser Gepäck. Die Fahrt schien uns anfangs endlos zu sein. Allein an der österreichischen Grenze hatten wir eine Stunde Aufenthalt. Dann ging es wieder zügig voran. Nach dem Fahrerwechsel in Würzburg hatten wir plötzlich keinen Diesel mehr. Mit Müh und Not erreichten wir eine Tankstelle. Als nächstes hielt uns ein Stau auf der Autobahn eine Stunde auf, sodaß wir befürchteten, die Fähre nicht mehr rechtzeitig zu erreichen. Dort waren wir dann doch Dank unseres Tonis die Ersten. Die Nacht auf der Fähre war sehr unruhig, und wir waren froh, als wir endlich in Harwich ankamen. Nach einer relativ kurzen Fahrt trafen wir mittags in Hesley Wood ein, wo man uns schon mit einem Mittagessen erwartete. Nachher wurden die Patrullen eingeteilt. Unsere Engländer hatten 9 kleine Lagerplätze mit je einer kleinen Kochstelle vorbereitet. Außerdem wurden die englischen Guides und Späher auf unsere Patrullen aufgeteilt, mit denen sie dann gemeinsam lagerten. Das Wetter war anfangs kühl und feucht, besserte sich aber täglich. Die Küchen waren ein nicht unwesentlicher Bestandteil des Lagers. Dort wurde abwechselnd österreichisch und english gekocht. Entgegen früherer Erfahrungen schmeckte heuer allen das englische Essen, nur das österreichische war etwas problematisch. Während Fleischlaibchen und Wiener Schnitzel guten Anklang fanden, wurde das Fisolengulasch allgemein (von beiden Seiten) abgelehnt. Das Geselchte mit Kraut und Knödel war vor allem den Engländern zu würzig. Beim Frühstück war uns die englische Küche um Längen voraus. Während wir Tee, Kakao und Marmeladebrote oder Müsli aufwarteten (Frage der Engländer - "Ist das ein Frühstück ?"), brillierte das englische Frühstück mit gebratenem Speck, Spiegeleiern, gebackenen Bohnen, Würstchen und geschälten Dosentomaten. Ganz zu schweigen von den verschiedenen Arten von Cornflakes, die davor gegessen wurden. Das Programm war so abwechslungsreich, daß die Tage wie im Flug vergingen. Wir gingen trotz kühlem Wetters fast jeden Tag in den Swimmingpool schwimmen. Auch das Kajakfahren war ein Hit, vor allem wenn sich das Kajak zu einer halben Eskimorolle umdrehte. Zu einem weiteren Hit entwickelte sich das Tauschen von Abzeichen und Uniformgegenständen, sodaß man Engländer und Österreicher nach einiger Zeit nicht mehr auseinanderhalten konnte. Scarborough war ein schöner Tagesausflug zu einem Erholungszentrum am Meer (...if you´re going to Scarborough fair, parsley, sage, rosmary and thyme ...). Das Speedwayrennen am Donnerstag abend begeisterte vor allem die Motorradfans. Der Ausflug nach Derbyshire zeigte uns, daß wir das Wandern schon länger nicht trainiert hatten. Nach einem kurzen Stück bergauf fühlten wir uns schon wie nach einer Gebirgstour. Den Abschluß der Wanderung bildete der Besuch der "Treack-cliff Caves", in denen der "Blue John", ein blaues Mineral, abgebaut wurde. Am Dienstag war dann "Austrian Day", ein Tag, der von uns gestaltet werden sollte. Am Vortag wurden noch viele Gugelhüpfe, echtes österr. Brot und Torten gebacken. Die Guglhüpfe waren für das Frühstück vorgesehen. Mittags gab es dann Geselchtes mit Kraut und Knödel. Dann legten wir noch Unmengen an Prospekten von Niederösterreich und Salzburg aus und ließen Posters auf einer Wäscheleine baumeln. Während einige von uns Brotaufstriche anrichteten (Liptauer etc.), übten wir ein letztes Mal unser Hiatamadl, Puchberger Schottisch und Wiener Walzer. Nahezu alle Gastfamilien erschienen nachmittags am Lagerplatz, um der Vorstellung beizuwohnen. Endlich war es soweit. Nach der Jause mit Aufstrichbroten und Heurigem für die Erwachsenen begann das Lagerfeuer. Nach einigen österreichischen und englischen Liedern kam unser Auftritt. Wer jemals auf einem Abhang Walzer getanzt hat kann sich das Schauspiel (Slapstick) vorstellen. Aus dem Wiener Walzer wurde ein "Gebirgswalzer", bei dem nur noch das Jodeln fehlte. Nur Karin konnte das Ende des Walzers nicht abwarten und setzte sich vorzeitig auf die Tanzfläche. Viel zu schnell vergingen die zehn Tage und schon reisten wir nach Conisborough zu den Gastfamilien. Der Empfang beim dortigen Pfadfinderheim war überaus herzlich. Hier wurden alle von den Familien abgeholt und einmal gründlich gesäubert, wollten wir doch am nächsten Tag die "Lady Mayor" of Doncaster besuchen. Nach dem Besuch bei der Lady Mayor, die sich herzlich über die mitgebrachten Geschenke freute, besuchten wir das Mansion-House, in dem sie residiert. Nachmittags teilten wir uns, eine Hälfte besuchte eine Stahlseilfabrik, die anderen gingen zur "Plant", wo Lokomotiven gebaut und repariert werden. Der Besuch in der Lokomotivenfabrik war wesentlich interessanter als die Stahlseile. Als Erinnerung haben wir jetzt eine Schlußlichtlaterne eines Zuges im Pfadfinderheim. Gemeinsam fuhren wir dann zur Humber-Bridge in Hull, die wir dann zu Fuß halb überquerten. Der nächste Tag war frei und am Abend trafen wir uns zu einem "Barn-Dance", was soviel wie Heustadl-Tanz heißt. Dort zeigten uns die Engländer Volkstänze, bei denen viele von uns mittanzten. Auch wir zeigten ihnen einige unserer Volkstänze, bevor wir heimgingen. Den nächsten Tag verbrachten wir in York, wo wir mit den Familien die Sehenswürdigkeiten besichtigten. Es war ein heißer Tag und wir waren müde, als wir wieder heimkamen. Sonntag abend feierten wir dann eine Pfadfinderandacht in der "Baptist-Chapel". Im Anschluß daran wurden Lagerabzeichen und Diplome verliehen. Jeder bekam als Erinnerung einen Edelstahluntersetzer mit dem Emblem der Conisborough Scouts. Als große Überaschung ernannten wir Ron Pleasance, den Gruppenführer unserer Gastgruppe, zum Ehrengruppenführer der Enzersdorfer Pfadfinder mit einem Uniformhemd, das er an Ort und Stelle anziehen mußte und einen echten Ausweis. Geehrt wurden auch die Adler als beste Patrulle im Lager ! Als Montag vormittag der Abschied kam, hatten viele der Gasteltern und Kinder feuchte Augen. So sehr waren wir ihnen in wenigen Tagen ans Herz gewachsen. Die Fahrt nach London war kurz. Dort wurden wir bereits erwartet. Das Pfadfinderheim schien vorerst klein, doch gelang es uns alle hineinzuschlichten. Dienstag charterten wir einen englischen Bus und machten, geführt von einem englischen Führer, der eigentlich Schotte und in Frankreich aufgewachsen war, eine Stadtrundfahrt. Der Höhepunkt war natürlich weder St.Paul´s, noch die Horse Guards oder gar die Tower Bridge, sondern das London Dungeon (der Londoner Kerker). Dies ist eine grausige Ausstellung von unglaublichen Realitäten und Schrecken aus dem Leben Britischer Ahnen in feuchten, muffigen und dunklen Räumen. Mittwoch mittags aßen wir im Baden-Powell-House, dem "Pfadfinderhotel". Die restlichen Tage bis zur Abfahrt am Samstag vergingen mit Sight-Seeing in kleinen Gruppen. Die Ausflugsziele waren: Carnaby Street, Madame Tussaud´s Wachsfigurenkabinett, der Nullmeridian in Greenwich, das Scout-shop, die Wachablöse und vieles mehr. Leider waren auch die 5 Tage viel zu kurz und schon ging es an die Heimreise.. Freitag früh wurden wir noch überrascht - David Holland, Ron Pleasance und Familie kamen auf einen Tag zu uns und begleiteten uns durch London. Am Samstag ricteten wir unsere Verpflegspakete her und packten unsere Koffer. Nachmittags gingen noch einige ein letztes mal ins Hallenbad schwimmen. Zu erwähnen wäre noch, daß die Explorer an einem der Tage unseren Bus bewachten, bei dem sich die hintere Türe geöffnet hatte, und alle anderen samt Chauffeur sich schon in der Stadt befanden. Nach einer kleinen Abschiedsfeier brachen wir auf zur Heimreise. Die Überfahrt mit der Fähre war zwar ruhiger aber sehr kühl in der Nacht. Fast hätte Willi seinen Reisepaß nach dem Zoll verloren (große Suche im Bus). Die Heimreise war von der Sehnsucht nach zuhause geprägt.In der Gegend von Würzburg gab es jedoch Stimmen, die ein sofortiges Umkehren verlangten, dem natürlich nicht entsprochen werden konnte. Nach halb zwölf Uhr nachts erreichten wir den ersehnten Liechtenstein, wo uns bereits die Eltern erwarteten. Berti

1983 Besuch am Zellhof

Das Caex-Sommerlager 1983 in Groß Radischen

Das RaRo-Sommerlager 1983 am Zellhof / Szbg

Die Silvesterreise 1983-84 nach Kibblestone , Conisbro', London (Mr.Baines)/England mit dem Berti-Bus
(Reg V. Päckchen an flascher Türe)